Untersuchung mit der Spaltlampe

Wie läuft eine Spaltlampen-Untersuchung ab?

Patient und Augenarzt sitzen sich während der Spaltlampen-Untersuchung gegenüber. Der Patient stützt seine Stirn und sein Kinn auf eine gepolsterte Vorrichtung. Sie verhindert, dass Kopfbewegungen die Untersuchung stören. Der Augenarzt blickt nun durch das Spaltlampen-Mikroskop und betrachtet das Auge in der gewünschten Vergrößerung.

Wofür verwendet man Spaltlampen?

Eine Spaltlampe dient dazu bei dem Patienten eine mikroskopische Untersuchung der vorderen Augenabschnitte zu machen, wie z.B. der Hornhaut, Bindehaut, Lederhaut, Regenbogenhaut, Vorderkammer des Auges sowie der Linse. Mit der Spaltlampentechnik kann der Arzt oder Optometrist leicht viele Erkrankungen am Auge erkennen sowie ausschließen.

Eine Spaltlampe ist im Grunde nichts anderes als ein Mikroskop, an dem eine Lampe befestigt ist. Die Spaltlampe strahlt ein schmales, gebündeltes Licht aus – also Licht nur einen Spalt breit, daher der Name. Dieses Licht ermöglicht dem Arzt oder Optometristen einen optischen Schnitt durch die transparenten Abschnitte des Auges zu machen. Mit der Spaltlampenuntersuchung lässt sich die Lage und Dicke sowie die Feinstruktur der verschiedenen Augenabschnitte erkennen.

Was sind die Vorteile der Spaltlampen-Untersuchung?

Die Spaltlampen-Untersuchung ist relativ unkompliziert und dauert in der Regel nur wenige Minuten. Normalerweise kann die Untersuchung in jeder Augenarzt-Praxis oder beim Augenoptiker vorgenommen werden. Mittels Spaltlampen-Untersuchung lassen sich zahlreiche Augenerkrankungen feststellen.

Trockene Augen

Das Trockene Auge ist eine der häufigsten Augenerkrankungen. Die Behandlung erfordert eine individuelle Herangehensweise.

Definition

Unter dem Krankheitsbild des  sogenannten „Trockenen Auges“ (Kerato- Konjunktivitis sicca oder Sicca-Syndrom) versteht man eine Störung der Benetzung der Augenoberfläche (Benetzungsstörung). Diese krankhafte Veränderung des Tränenfilms kann durch Tränenmangel oder exzessive Verdunstung ausgelöst werden. Folgen dieser Benetzungsstörung können u.a. Schäden der Augenoberfläche und entzündliche Vorgänge am Auge sein. Das „Trockene Auge“ ist eine der häufigsten Augenerkrankungen

Der Lidschlag verteilt normalerweise alle 5 bis 10 Sekunden die Tränenflüssigkeit gleichmäßig über die Augapfeloberfläche. Dadurch werden die Augen befeuchtet und gereinigt. Mit zunehmendem Alter ändert sich im Allgemeinen die Zusammensetzung des Tränenfilms, und die Tränenproduktion wird vermindert. Zu einem Trockenen Auge können auch beispielsweise chronisches Rheuma, ein hochgradiger Vitamin A-Mangel, eine altersbedingte Fehlstellung der Lider oder Lidrand-Veränderungen führen. Nicht selten ist aber auch eine unzureichende Korrektion einer Fehlsichtigkeit die Ursache für ein Trockenheitsgefühl in den Augen bzw. Augenbrennen. Zur Behandlung dieser Erkrankung gibt es spezielle Medikamente. Sie sollten jedoch nicht in Selbstbehandlung verwendet werden.

Die Augenoberfläche und der Tränenfilm

Die Augenoberfläche wird von der Bindehaut und der Hornhaut gebildet, diese ist von einer hauchdünnen Flüssigkeitsschicht überzogen, dem Tränenfilm. Der Tränenfilm ist von besonderer Wichtigkeit für die Funktion und Gesundheit des Auges. Der Tränenfilm besteht nach dem klassischen Denkmodell aus drei Schichten, der inneren Muzinschicht, der wässrigen Schicht und der äußeren Lipidschicht.

  • 1. Muzinschicht: Sie ist eine Schleimschicht, die direkt auf der wasserabstoßenden Augenoberfläche – der Hornhaut – aufliegt. Sie gleicht Unebenheiten aus und ermöglicht erst den anderen Komponenten des Tränenfilms die Ausbreitung auf der Augenoberfläche.
  • 2. Wässrige Schicht: Sie enthält Nährstoffe, Enzyme und Antikörper, und ist v.a. für die Versorgung der Hornhaut und Befeuchtung des äußeren Auges verantwortlich. Die wässrige Schicht wird von den Tränendrüsen gebildet. Eine alleinige Störung der wässrigen Schicht, d.h. ein tatsächlicher Tränenmangel ist selten und wurde lediglich bei 8 % der Betroffenen festgestellt.
  • 3. Lipidschicht: Die Hauptaufgabe der Lipidschicht besteht darin, die Verdunstung der Tränenflüssigkeit zu minimieren. Eine intakte Lipidschicht kann die Verdunstung der Tränenflüssigkeit bis zu 95 % vermindern. Außerdem ist sie für die Stabilisierung des gesamten Tränenfilms zuständig und sorgt dafür, dass die Tränenflüssigkeit nicht einfach über die Lidkante abläuft (tränende Augen). Die Fettmoleküle (Lipide) der Lipidschicht werden von den Meibom-Drüsen im Lidrand gebildet. Bei jedem Lidschlag werden Lipide über Öffnungen an den Lidkanten auf den Lidrand abgegeben, von wo sie auf den Tränenfilm gelangen und die Lipidschicht bilden. Bei fast 80 % der Betroffenen wird das Trockene Auge durch eine Störung der Lipidschicht verursacht, was zu einer stark erhöhten Verdunstung der natürlichen Tränenflüssigkeit führt.

Symptome und Beschwerden

Fremdkörper- und Trockenheitsgefühl (“Sandkorngefühl” im Auge)

  • Müdigkeit der Augen
  • Brennen, Rötungen und Juckreiz der Augen
  • Sehstörungen, Schmerzen und Bindehautrötung
  • Tränende Augen
  • Druckgefühl am Auge
  • Schweregefühl der Lider und Verklebte Augenlider
  • Lichtempfindlichkeit der Augen
  • geschwollene und/oder entzündete Lidränder
  • Unverträglichkeiten von Kosmetika (z. B. Kajalstifte oder Mascara)
  • Eingeschränkter Tragekomfort von Kontaktlinsen bis hin zur Unverträglichkeit

Ursachen

  • Bildschirm-, Computerarbeit sogenanntes “Office Eye Syndrom”
  • Umweltbelastungen
  • Niedrige Luftfeuchtigkeit (z.B. durch Klimaanlagen in Büro, Auto, Flugzeug)
  • Hormonelle Umstellungen oder Hormonmangel (z.B. in den Wechseljahren oder beim Sjögren-Syndrom)
  • Lidrandentzündungen
  • Allgemeinerkrankungen
  • Einnahme von Medikamenten (z.B. Psychopharmaka, Schlafmittel, Betablocker, Hormone, Antiallergika)
  • Kontaktlinsen
  • Chirurgische Eingriffe am Auge (z.B. LASIK/LASEK, Katarakt-Operationen)

Behandlung

Lipidsubstitution

Liposomale Augensprays werden auf das geschlossene Auge gesprüht. Die enthaltenen Phospholipid-Liposomen (z.B. bei TEARS AGAIN) werden dabei u.a. auf den Lidrand gesprüht, hier befinden sich auch die körpereigenen Lipide. Durch die zugeführten Phospholipide wird die Lipidschicht des Tränenfilms stabilisiert, was zu einem normalen Verdunstungsschutz und zur Erhaltung der natürlichen Tränenflüssigkeit führt. Bei fast 80 % der Betroffenen ist eine Störung der Lipidschicht die Hauptursache für das Trockene Auge, was zu einer stark erhöhten Verdunstung der natürlichen Tränenflüssigkeit führt. TEARS AGAIN liposomales Augenspray gibt es in jeder Apotheke.

Tränenersatzmittel

Tränenersatzmittel (“Künstliche Tränen”, Augentropfen) werden als Mehrdosenbehältnis oder Einmaldosenbehältnis angeboten. Sie werden in den Bindehautsack des Auges eingetropft, durch sie wird die wässrige Schicht des Tränenfilms ergänzt. Natriumhyaluronat hat sich hierbei für die Augenbefeuchtung als ideal erwiesen, es haftet sehr gut auf der Augenoberfläche und bildet einen gleichmäßigen Feuchtigkeitsfilm auf dem Auge. Die alleinige Behandlung mit Tränenersatzmitteln ist aber nur sinnvoll, wenn eine alleinige Störung der wässrigen Schicht vorliegt (also nur bei 8 % der Patienten)2. Häufig kann auch eine Kombinationstherapie mit Augenspray und Augentropfen sinnvoll sein.

Verschluss der Tränenpünktchen

In manchen Fällen wird das Ablaufen der Tränen durch zeitweisen Verschluss der Tränenpünktchen mit einem kleinen Stöpsel (Punctum-plug) verlangsamt, sodass die Tränen länger auf der Augenoberfläche verweilen.

Lidrandpflege - chronische Lidrandentzündung als Folge oder Ursache Trockener Augen

Die Lidrandpflege ist ein wichtiger Bestandteil der Behandlung, wenn eine Lidrandentzündung vorliegt. Durch das Lösen von Verkrustungen an den Lidkanten soll der Abfluss aus den Meibomschen Drüsen (welche die Lipidschicht des Tränenfilms produzieren) verbessert werden. Solange die Lidränder nicht wirklich reizfrei sind, sollte auch möglichst auf Kosmetika am und ums Auge verzichtet werden.

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  • mit allen Kontaktlinsen verwendbar
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ohne Konservierungsmittel, mit Dexpanthenol
Inhalt: 10 ml
Lipo Nit® Augenspray Sensitive ist ein Medizinprodukt. Über Wirkung und mögliche unerwünschte Wirkungen informieren Gebrauchsanweisung, Arzt, Augenoptiker oder Apotheker.

Lipo Nit Augenspray Sensitive dient der verbesserten Befeuchtung der Augen und Augenlider. Lipo Nit Augenspray Sensitive stabilisiert ebenfalls die schützende Lipidschicht des Tränenfilms, ist jedoch ohne Konservierungsmittel und enthält zusätzlich Dexpanthenol zur ergänzenden Pflege und Befeuchtung der Augenpartie als vorbeugenden Schutz der Haut.

Anzuwenden bei Befindlichkeitsstörungen der Augen wie z.B. trockene und tränende Augen, Jucken, Brennen und Fremdkörpergefühl.

  • Praktischer als Tropfen – Bequeme Handhabung, einfach auf das geschlossene Auge sprühen
  • Ohne Konservierungsmittel
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Tränendes Auge

Von Tränenden Augen spricht man, wenn die Augen mehr tränen als gewöhnlich und dies dauerhaft bestehen bleibt.

Ursachen

  • Fremdkörper
    Staubkörner, Wimpern, kleine Fliegen können zu verstärktem Tränenfluss führen, der Körper versucht den Fremdkörper dadurch aus dem Auge „auszuspülen“.
  • Trockene Augen
    Tränende Augen können ein Zeichen für eine Beeinträchtigung der Augenbefeuchtung sein. Durch eine erhöhte Tränenproduktion versucht das Auge dies auszugleichen, was wiederum dazu führen kann, dass die erhöhte Tränenmenge nicht an der Augenoberfläche gehalten werden kann, als Folge fließt diese als Tränen ab.
  • Umwelteinflüsse
    Verschiedenste Umwelteinflüsse können zu reflexartiger Tränenproduktion führen z.B. Staub, Ruß, zu geringe Luftfeuchtigkeit, Bildschirmverwendung bei der Arbeit und Freizeit, Kontaktlinsen, große Temperaturunterschiede (z.B. im Winter - Heizungsluft/Frischluft), Wind, helles Licht durch Sonneneinstrahlung
  • Allergien und Unverträglichkeiten
    Allergische Reaktion und Unverträglichkeiten können die Augenoberfläche reizen und einen erhöhten Tränenfluss auslösen z.B. Kosmetika und Cremes die am/um das Auge aufgetragen werden, Heuschnupfen und Pollen
  • Erkrankungen und Verletzungen
    Bindehautentzündung (Konjunktivitis), Fehlstellungen der Lider, verstopfte oder blockierte Tränenkanäle, Erkältung
  • Fehlsichtigkeit
    Eine falsch korrigierte Fehlsichtigkeit kann das Auge ebenfalls reizen und zu einem erhöhten Tränenfluss führen.
Meibom-Drüsen-Dysfunktion
  • Meibom-Drüsen-Dysfunktion ist eine der häufigsten Ursachen für Trockene Augen, in der Regel liegt hierbei eine Funktionsstörung der Meibom-Drüsen (auch: Meibomsche Drüsen) vor. Zirka 70 Meibom-Drüsen befinden sich im Ober- und Unterlid des Auges. Meibom-Drüsen sind Talgdrüsen, die ein öliges Sekret bilden das durch den Lidschlag die Lipidschicht des Tränenfilms bildet und diesen vor der Verdunstung schützt. Wenn die Zusammensetzung ihres Sekrets aus dem Gleichgewicht gerät, spricht man von einer Meibom-Drüsen-Dysfunktion (MDD) – auch hintere Blepharitis genannt. In der Folge kann sich zunächst das Augenlid entzünden und später auch die Binde- und Hornhaut. Betroffene leiden dann unter brennenden Augen und geröteten Lidrändern. Die Entzündung des Lidrandes stört die Lipidschicht des Tränenfilms. Es klingt zwar paradox aber die Form des Trockenen Auges, welche auf einer Meibom-Drüsen-Dysfunktion basiert, kann mit verstärktem Tränenfluss verbunden sein. Aus diesem Grund sind in diesem Fall tränende Augen ein ernstzunehmendes Warnzeichen. Wenn nicht rechtzeitig etwas dagegen unternommen wird, verschließen sich häufig die Drüsenöffnungen komplett und es entstehen „Hagelkörner“. Vor allem Frauen in und nach den Wechseljahren sind betroffen.
  • Die Liderwärmung und -reinigung, die jeweils täglich über drei Monate und länger hinweg erfolgt, ist ein wichtiger Bestandteil der Behandlung. Gegen das Trockenheitsgefühl helfen u.a. Tränenersatzmittel und liposomales Augenspray. Wer bereits unter einer Meibom-Drüsen-Dysfunktion  leidet, sollte beim Tragen von Kontaktlinsen Vorsicht walten lassen. Die Lidränder sind durch die Entzündung empfindlicher, dies kann dazu führen, dass Kontaktlinsen weniger gut vertragen werden. Umso wichtiger ist hier eine regelmäßige Lidrandpflege.